Grundschule Bessenbach

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Wertekonzept

Das Werte-Konzept der Grundschule Bessenbach

Die Kinder lernen in der Schule Lesen, Schreiben, Rechnen. Im Heimat- und Sachunterricht lernen sie die Welt kennen: Pflanzen, Tiere, den Menschen, physikalische Zusammenhänge, Gesellschaft, Geschichte. Es wird gebastelt und gemalt, musiziert und geturnt, über Gott und die Welt nachgedacht. So weit, so gut.

Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass die Kinder lernen, miteinander gut umzugehen. Wie gehe ich mit Meinungsverschiedenheiten um? Wie löse ich Streit? Was mache ich, wenn ich enttäuscht bin?

Vielleicht kann man unser Werte-Konzept so zusammenfassen:

Wir sind starke Kinder! Wir helfen uns! Wir lassen niemanden allein! Wir reden miteinander!

Im Einzelnen:

·         Grundsätzlich steht bei uns das Kind im Mittelpunkt. All unser Bemühen und all unsere Arbeit richten sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Kindes aus.

·         Wir leiten die Kinder täglich zu Toleranz an: Wir lachen niemanden aus! Jeder ist anders! Jeder sieht anders aus! Jeder hat seine Stärken und Schwächen woanders! Jeder darf an den Gott glauben, an den er will (oder an keinen). Jeder ist gut, so wie er ist! Jeder ist wertvoll!

·         Wir behandeln Kinder un-gleich. Und das ist gut so! Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Jedes Kind braucht unterschiedliche Förderung. So kann es durchaus sein, dass mit einzelnen Kindern oder Eltern individuelle Rückmeldungen und Maßnahmen vereinbart sind. Das wird von den anderen nicht gesehen.

·         Wir achten auf Höflichkeit: „Guten Morgen!“, „Auf Wiedersehen!“, „Bitte!“, „Danke!“, „Entschuldigung!“, … Da das nicht mehr selbstverständlich ist, achten wir darauf und sind hartnäckig in der Einhaltung der Umgangsformen. Dazu gehört auch (ab der 3. Klasse) das „Siezen“ der Erwachsenen.

·         Wir achten auf Hilfsbereitschaft: Wir unterstützen uns, wir leihen uns Dinge aus, wir halten die Türe auf, wir räumen am Ende des Tages gemeinsam auf, wir achten auf Sauberkeit.

·         Schrittweise führen wir die Kinder zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung heran: Sie lernen mit wechselnden Partnern zusammenzuarbeiten, sich in Kleingruppen produktiv und sozial einzubringen und sich im Laufe der Zeit immer mehr selbstständig zu organisieren, z.B. in der Hausaufgabenkontrolle.

·         Schon in der ersten Schulwoche stellt sich die gesamte Schulfamilie (alle Kinder der Schule, alle Lehrerinnen und Lehrer, der Schulleiter, der Hausmeister, die Sekretärin, die Mittagsbetreuung) den Erstklässern in einer Feier vor. Wir rufen den Erstklässern zu: Wir lassen niemanden allein! Die größeren Kinder übernehmen Aufgaben für alle:

o   Viertklässer übernehmen in den ersten Wochen des Schuljahres das Paten-Amt für die ersten Klassen. Die Erstklässer werden morgens vom Bus abgeholt und mittags zum Bus gebracht. Die Paten zeigen den Erstklässern die Pausenspiele und verschiedene Möglichkeiten, in der Pause Spaß zu haben.

o   Viertklässer übernehmen wechselweise das Amt der Juniorhelfer: Das sind Kinder mit auffälligen Warnwesten, die in der Pause mit Kühlakkus und Pflastern bestückt  sofort zur Stelle sind, wenn sich jemand weh tut. Ein Kühlakku hilft in den allermeisten Fällen sofort. (Natürlich sind bei „richtigen“ Verletzungen die Pausenaufsichten und die anderen Lehrer für die Erstversorgung verantwortlich!)

o   Viertklässer übernehmen den Pausenspiele-Dienst: Sie teilen am Anfang der Pause die Spielsachen aus und räumen sie am Ende wieder ein.

o   So profitieren die Kinder drei Jahre lang von den Diensten der „Großen“, bis sie selbst für die „Kleinen“ die Dienste übernehmen.

·         Uns sind gelebte Mitbestimmung und Demokratie wichtig. Wir führen die Kinder ihrem Altern (und damit Reifegrad) entsprechend schrittweise heran:

o   1. und 2. Klassen: „Magic Circle“. Die Kinder treffen sich regelmäßig zu einem besonderen Gesprächskreis, der genauen Ritualen folgt. Hier lernen die Kinder das genaue Zuhören, das genaue Mitteilen, das Sich-Hineinversetzen-Können in den anderen.

o   3. und 4. Klasse: „Klassenrat“. Die Dritt- und Viertklässer treffen sich regelmäßig zu einem Gesprächskreis innerhalb der Klasse. Hier werden von den Schülern gezielt Probleme, Wünsche, Vorschläge, Anliegen und Kritik besprochen, die die Klasse als Ganzes betreffen. Der Lehrer ist hier nur ein Teilnehmer unter vielen. Am Ende wird über die Vorschläge abgestimmt. Die Mehrheit entscheidet!

o   „Kinderparlament“: Jede Klasse entsendet ein (oder zwei) Mitglied(er) zum wöchentlichen Kinderparlament. Hier werden zusammen mit dem Rektor Probleme, Wünsche, Vorschläge, Anliegen, Kritik besprochen, die die Schule als Ganzes betreffen. Das Kinderparlament hat auch einen Kinderfragebogen erstellt und ausgewertet, neue Pausenregeln aufgestellt und ist Ansprechpartner für alle Schülerinnen und Schüler. Der Rektor ist nur beratend tätig. Am Ende stimmt das Kinderparlament ab. Die Mehrheit entscheidet!

·         Friedenstreppe: Wir leiten die Kinder an, mit Streit konstruktiv umzugehen und bringen ihnen Strategien bei, Streit selbst zu lösen. Dazu nehmen die Kinder, die Streit haben, die Friedenstreppe mit in den Schulflur. Dort wird sie auf dem Boden ausgerollt. Die Kinder lösen ihren Streit nun im wahrsten Sinne des Wortes „stufenweise“:

o   Stufe 1: „Was ist passiert?“ Beide Kinder erzählen nacheinander, wie sie den Konflikt erlebt haben. Dabei hören sie sich gegenseitig zu. Jeder darf ausreden. Jeder erzählt alles, was ihm wichtig war. Wenn beide alles zum Streit erzählt haben, geht es auf die nächste Stufe.

o   Stufe 2: „Wie fühle ich mich?“ Jeder erzählt, wie er sich fühlt: Ich ärgere mich, ich bin verletzt, ich bin enttäuscht, ich bin traurig, ich bin wütend, … So erfährt das Kind, was beim anderen durch den Streit ausgelöst wurde und wie es ihm geht. Das sorgt für Verständnis. Wenn beide ihre Gefühle geschildert haben, geht es weiter.

o   Stufe 3: „Was wünsche ich mir? Was biete ich an?“ Nun darf jeder seinen Wunsch direkt an das Gegenüber richten. Und auch das sagen, was er im Gegenzug anbietet: Eine Entschuldigung, eine Wiedergutmachung, ein Versprechen, …

o   Stufe 4: Wenn beide Kinder diese Stufe erreicht haben, sich also alles von der Seele reden konnten und gleichzeitig dem anderen zugehört und verstanden haben, steht am Ende die Einigung, das Sich-Vertragen.

o   Manchmal hilft ein drittes Kind als Moderator und Leiter. Bei den „Kleinen“ ist das oftmals ein Kind aus der dritten oder vierten Klasse. In den meisten Fällen schaffen es die Kinder, sich selbst zu einigen.

Dieses gesamte Werte-Konzept wird schrittweise und altersgemäß eingeführt. Von Kindern in der 4. Klasse wird mehr erwartet, als von Schulanfängern. Dieses Werte-Konzept wird ständig eingefordert und geübt. Nur so kann es zur Haltung werden.

Wir Lehrer achten im Umgang miteinander und im Umgang mit Kindern und Eltern auf einen höflichen Umgangston, auf Gesprächsbereitschaft, auf Offenheit und auf Toleranz.Wir arbeiten eng mit dem Elternbeirat zusammen, der den Eltern als Ansprechpartner dient.Wir können nicht immer alles sofort erledigen. Aber wir sind bestrebt, uns um jedes Problem professionell zu kümmern und vor allem zum Wohle des Kindes zu lösen. Darum sind wir Lehrer geworden!

Weitere Informationen

Kontakt

Grundschule Bessenbach
Ludwig-Straub-Straße 4
63856 Bessenbach
Tel.: 06095 2455
Fax: 06095 8515
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